Apple iPad 3 Test

Im März 2012 erschien das iPad der dritten Generation, welches von Apple lediglich den Namen „Das neue iPad“ erhielt. Es war das erste Gerät seiner Art, welches nach dem Tod des Apple-Gründers Steve Jobs, veröffentlicht wurde. Ob der Großkonzern mit dem Produkt seinen ersten Schritt in Richtung Untergang tat oder das Gerät wie seine Vorgänger-Modelle Meilensteine setzte, klärten wir in unserem Test.

Gestaltung und Ausstattung

Farblich hat sich der Hersteller an sein Standard-Repertoire gehalten und das Gerät in den Farben schwarz und weiß veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorgänger wurde das inzwischen dritte iPad etwas dicker entworfen. Allerdings handelt es sich um einen kaum merkbaren Unterschied von 0,6 Millimetern. Damit ist es 9,4 Millimeter dick und hat ein Gewicht von 662 Gramm. Mit diesen Maßen liegt das Gerät sehr gut in der Hand und lässt sich angenehm bedienen. Wie von Apple gewohnt wurde das Gerät mit einer hochwertigen Aluminiumrückseite ausgestattet. Bestehend aus einem Guss sieht das nicht nur sehr elegant aus, sondern fühlt sich darüber hinaus äußert hochwertig an.

Einen ersten Meilenstein konnte der Hersteller auf jeden Fall mit dem Retina-Display setzen. Mit einer außergewöhnlichen Auflösung von 2.048 x 1.536 Bildpunkten wird dem Betrachter ein sehr weiches und angenehmes Bild geliefert. Damit nicht genug, stellt es die Farben deutlich kräftiger und satter dar als sein Vorgänger. Mit diesem Bauteil konnte sich Apple einen zeitlichen Vorteil rausschlagen, denn die Konkurrenz aus dem Android-Sektor zog erst im Juli 2012 mit entsprechenden Full-HD-Displays nach.
Auf der Vorderseite des teuren Markengeräts findet sich neben dem 9,7-Zoll-Touchscreen, auch eine VGA-Kamera, die vorrangig zum Chatten gedacht ist. Zwar können damit auch Schnappschüsse erstellt werden, bei einer maximalen Auflösung von 640 x 480 Pixeln ist das jedoch wenig empfehlenswert. Stattdessen sollte hierfür die eigentliche Kamera, auf der Rückseite, verwendet werden. Die verbaute iSight-Kamera schießt Fotos mit einer Auflösung von 5 Megapixeln und erlaubt sogar die Aufnahme von Full-HD-Videos. Auch im Praxistest konnte sie überzeugen.

Interieur und Bedienung

Für das Innenleben des dritten iPads hat sich Apple ebenfalls einiges einfallen lassen. Darunter der leistungsstarke A5X Dual-Core-Prozessor. Ausschlaggebend ist hier jedoch keine gesteigerte Rechenleistung, denn wie beim iPad 2 warten die beiden Kerne hier mit je einem Gigahertz Leistung auf. Interessanter ist die Grafikeinheit des Prozessors, die anstatt wie beim Vorgänger, mit zwei, jetzt mit vier Kernen arbeitet. Außerdem findet sich ein Gigabyte Arbeitsspeicher in dem Gerät, also die doppelte Menge des im iPad 2 verbauten RAMs. Im Test zeigt sich eine schnelle Arbeitsweise, Apps sowie Webseiten werden innerhalb weniger Augenblicke geöffnet.

In der Bedienung kann das Gerät durch die teilweise einprogrammierte Siri punkten. Im Vergleich zur Vollversion die auf dem iPhone 4S zum Einsatz kam, ist es mit dieser lediglich möglich Texte zu diktieren. Ein auffälliges Merkmal in der Bedienung ist auch die Tastatur. Diese kann gesplittet werden, was es ermöglicht, unabhängig von der Haltung bestens zu tippen. Außerdem ist es möglich die Größe zu verstellen. Das ist nicht nur praktisch, sondern macht beim rumspielen und testen sehr viel Spaß. Apple hat in dem Modell außerdem LTE, die neue Technologie für mobiles Internet integriert. Leider nicht für das europäische Mobilfunknetz, weshalb dieses Merkmal in unserem Test nicht auf Funktionalität geprüft werden konnte.

Multimedia-Anwendungen

Äußerst umwerfend bei Multimedia-Anwendungen wirkt sich natürlich das Full-HD-Display aus. Entsprechende Filmdateien sehen sehr beeindruckend aus. Dafür sind die verbauten Lausprecher des iPads etwas leise. Auch die schnelle Rechenleistung zeigt bei der Filmwiedergabe ihre Vorteile. Filme können beliebig gespult werden und laufen sofort, flüssig und ohne ruckelnde Ladezeiten weiter.

Technische Daten (Auszug)

Prozessor A5X-Prozessor; Dual-Core; 2 x 1,0 GHz
Arbeitsspeicher 1 GB RAM
Speicher 16, 32, oder 64 GB
Display 9,7 Zoll Touchscreen – Auflösung 2.048 x 1.536 Pixel
Digitalkamera Front: VGA; Rück: 5 Megapixel iSight
Datenübertragung WiFi 802.11 b/g/n; USB 2.0; HDMI, LTE
Gewicht 662 Gramm
Akkulaufzeit ca. 8 Stunden
Betriebssystem iOS 5.1
Fazit

Das iPad der dritten Generation konnte im Test durchaus überzeugen. Es war beim Release und ist noch immer deutlich schneller als viele Konkurrenzprodukte aber besonders beeindruckt hat das Retina-Display. Unglaublich scharfe Bilder und kräftige Farben sorgen für eine gelungene, mobile Unterhaltung. Untermauert werden diese positiven Merkmale durch das hochwertige Äußere, welches einen stabilen Eindruck macht und darüber hinaus für stilvolle Ausstrahlung sorgt.

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