Asus EeePad Transformer Prime Test

Mitte Dezember 2011 erschien das neue Asus EeePad Transformer Prime. Der Hersteller preist es mit leistungsstarker Hardware, zuverlässiger Bedienung und einem schnittigen Design an. Neben der zunächst erschienen klassischen Tablet-Variante gibt es inzwischen auch das Modell mit montierbarer Tastatur. Es war eines der ersten Geräte welches den Tegra3-Prozessor von Nvidia nutzte.

Gestaltung und Ausstattung

Für den Tablet Test wurde das EeePad Transformer Prime mit 32 Gigabyte und der zusätzlichen Tastatur verwendet. Diese Ausstattung ist bereits beim Asus EeePad Transformer TF101 eingeführt worden, allerdings ließ es sich der Hersteller nicht nehmen einige Neuerungen und vor allem Verbesserungen an dem Extra-Keyboard vorzunehmen. Es ist sehr viel dünner, einfacher zu montieren und lässt sich besser bedienen.

Als direkter Konkurrenz für das iPad2 entworfen und veröffentlicht, fällt sofort auf, dass das Gerät unheimlich dünn ist. Bereits bei Apples Marktführer viel dieses Merkmal ins Auge, doch Asus hat mit dem EeePad Transformer Prime ein noch schlankeren und etwas leichteren Tablet-PC auf den Markt gebracht. Mit seinen 590 Gramm lässt sich das Gerät auch über längeren Zeitraum problemlos halten. Äußerst hochwertig erscheint das gebürstete Aluminium, das vom taiwanischen Entwickler auf der Rückseite angebracht wurde. Im Test erschien es gänzlich unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken und natürlich sorgt es für ein sehr edles Aussehen. Hier findet sich außerdem die 8-Megapixel-Kamera. Sie liefert hochauflösende Bilder und ist mit einem LED-Blitz ausgestattet, durch welches auch innerhalb von Räumen gute Fotos entstehen sollen. Was in der Theorie gut klingt, funktioniert in der Praxis allerdings nicht so hervorragend. Die Bilder hier sind oft verschwommen und wirken verwackelt.

Umso besser sind die Fotos im Außenbereich. Hier macht jedoch das 10,1-Zoll-Display das Tablet-Vergnügen etwas madig. Das kratzfeste Gorilla-Glas sorgt zwar für einen guten Schutz, reflektiert aber das Licht etwas zu gut. Manchmal gibt es sogar Probleme überhaupt etwas sehen zu können. Etwas besser wird es, wenn man den Super IPS+ Modus verwendet, der die Helligkeit enorm hochstellt und dadurch die Reflexion etwas rausnimmt. Das zieht jedoch deutlich Akkuenergie, die beim gemütlichen Sitzen im Park natürlich ebenso wichtig ist, wie die klare Sicht. Dennoch macht die Front einen guten Eindruck. Das EeePad Transformer Prime weist eine hohe Blickwinkelstabilität auf, eine Auflösung von 1.280 x 800 Bildpunkten und überzeugt mit guter Farbsättigung. Weiterhin sorgt eine 1,2-Megapixel-Webcam für gut aufgelöste Selbstportraits und natürlich unterhaltsame Video-Telefonie.

Interieur und Bedienung

Als der erste Tablet-PC mit dem neuen Nvidia-1,3-Gigahertz-Vierkernprozessor Cortex A9 muss das Asus EeePad Transformer Prime eine gewisse Vorzeigefunktion erfüllen. Das tut es auch mit hervorragenden Ergebnissen. Zusammen mit dem Gigabyte Arbeitsspeicher, werden jegliche Befehle rasch durchgeführt. Videos und Apps können innerhalb weniger Augenblicke geöffnet werden und der Bildschirm zieht ohne Ruckeln mit. Bedienungstechnisch harmoniert hier alles, was für eine angenehm problemlose Nutzung sorgt. Es gibt keinerlei Performance-Einbrüche und der hochwertige Grafikchip der Geforce-Kette sorgt für ein flüssiges Bild. Allerdings muss Asus aufgrund einiger fehlenden Funktionen auch etwas Kritik in Kauf nehmen. Das EeePad Transformer Prime bietet keine UMTS-Funktion und auch das GPS-System wurde wegen einiger interner Probleme weggelassen.

Multimedia-Anwendungen

Die Darstellung der Anzeige überzeugt sowohl bei Film als auch bei Bildern. Das System lädt sie schnell und stellt sie problemlos dar. Weniger überzeugend ist die Audio-Wiedergabe, keineswegs weil die Qualität nicht stimmt, sondern vielmehr wegen der etwas merkwürdigen Platzierung der Lautsprecher. Durch ihre Position werden sie beim Halten durch die Hand oft verdeckt. Zu Beginn wurde das EeePad mit Android 3.2 geliefert, inzwischen gibt es jedoch ein Update auf Version 4.0. Bereits bei Auslieferung ist das Gerät mit einer Vielzahl von Apps ausgestattet. Darunter Funktionen zur Textverarbeitung, Filmbearbeitung und Wiedergabe von Bildern und Musik.

Technische Daten (Auszug)

Prozessor Cortex A9 Quad-Core Prozessor von ARM; 1,3 GHz
Arbeitsspeicher 1 GB RAM
Speicher wahlweise 16 GB o. 32 GB; erweiterbar um 32 GB
Display 10,1 Zoll Touchscreen – Auflösung 1.280 x 800 Pixel
Digitalkamera 8 MP Kamera; 1,3 MP Webcam
Datenübertragung WiFi 802.11 b/g/n; Bluetooth, USB 2.0
Gewicht 590 Gramm
Akkulaufzeit ca. 10 Stunden
Betriebssystem Android 3.2 Honeycomb; ab Feb. 2012 Android 4.0 Ice Cream Sandwich
Fazit

Im Test zeigt sich, dass das Asus EeePad Transformer Prime durchaus als iPad-2-Killer betrachtet werden kann. Mit seinen vier Prozessorkernen, hat das Gerät ordentlich Leistung für jegliche Anwendungen. Erstaunlich ist, dass trotz dieses kräftigen Motors, die Akkulaufzeit bei immerhin zehn Stunden liegt. Trotz der kleinen Makel handelt es sich um ein erstklassiges Produkt welches sich auf dem Markt als hochwertiges Modell durchgesetzt hat.

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