Asus Transformer Pad Infinity TF700T Test

Ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung vom EeePad Transformer Prime, veröffentlichte Asus Mitte 2012 das Transformer Pad Infinity TF700T. Angepriesen wird die enorme Leistung die sich in dem schlanken Gerät befindet, kritisiert wird der hohe Preis. Ob letzterer gerechtfertigt ist, zeigte sich im Praxistest.

Gestaltung und Ausstattung

Mit großen Tönen verspricht Asus mit dem aktuellen Transformer Pad höchste technische Ansprüche, eine Revolution des Tablet-Sektors. Als unser Redaktionsteam das Gerät für den Tablet Test auspackte, schien das zunächst als werbewirksames Gerede abgetane Lobeslied, sich mit einem Mal als Realität herauszustellen. Im Bereich der Tablet-PCs hat sich über die Jahre ein gewisser technischer Standard etabliert aus dem kein Hersteller mehr auszubrechen schien. Gelegentlich kamen kleine Neuerungen, doch wirklich bahnbrechend war keine davon. Zumindest im ersten Eindruck schien das Transformer Pad Infinity TF700T diesen ersehnten Ausbruch aus der Norm darzustellen.

Die Lieferung enthielt auch die Tastatur, durch welche sich die Transformer-Produktreihe auszeichnet. Mit 585 Gramm ist das Gerät deutlich leichter als das aktuelle iPad der vierten Generation und mit einer Dicke von 8,5 Millimeter ist es sogar fast einen ganzen Millimeter schlanker als das erwähnte Konkurrenzgerät. Mitziehen kann der Android-Tablet auch im Design. Ein schickes Aluminium-Gehäuse sorgt für ein elegantes Äußeres und lässt es hochwertig und stabil erscheinen. Zumindest optisch konnte uns das Gerät bereits überzeugen. Nun galt es auch die technischen Fertigkeiten auf die Probe zu stellen.

Auf der Rückseite ist eine gute 8-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz verbaut. Sie liefert gute Bilder und die Full-HD-Videos überzeugen mit hervorragender Qualität. Als Schutzglas, welches die empfindliche Touch-Technologie des Displays schützt, entschied man sich für Gorilla Glas 2, dessen Vorgänger bereits in vielen Tablets verbaut wurde. Die neue Variante ist dünner, gewährt aber trotzdem den vollen Schutz und soll laut Hersteller sogar noch widerstandsfähiger sein. Bei dem Display handelt es sich um ein sattes Full HD IPS+ Panel. Es liefert eine Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten und erstrahlt in kräftigen, satten Farben. Für den Outdoor-Einsatz hat Asus dafür gesorgt, dass möglichst wenig Spiegelungen entstehen und eine enorme Helligkeit erzeugt werden kann. Ebenso überzeugt hat uns die große Blickwinkelstabilität.

Das Gerät kommt mit einigen zusätzlichen Ports daher. Zunächst einem micro-SD-Slot zur Speichererweiterung, desweiteren ein micro-HDMI-Zugang und auf der Unterseite der Dock-Connector, für die Tastatur. Auch dieses konnte im Test überzeugen. Zahlreiche Funktionstasten lassen das Gerät mehr wie ein Netbook erscheinen, denn wie ein klassisches Tablet. Dieser Eindruck wird verstärkt wenn man den hier vorhanden, zweiten micro-SD-Slot zur Speichererweiterung nutzt. Der USB-Anschluss sowie das gut verarbeitete Trackpad lassen keine Wünsche offen, für denjenigen der sich schon lange nicht zwischen Tablet und Netbook entscheiden kann. Allerdings sollte man behutsam vorgehen wenn das Gerät mit der Tastatur verbunden wird, denn der dünne Rahmen neigt dazu, dabei zu verbiegen.

Interieur und Multimedia-Einsatz

Auch die Hardware-Ausstattung scheint den recht hohen Einführungspreis von 750 Euro, der inzwischen um circa 150 Euro gesunken ist, zu rechtfertigen. Angetrieben wird das Schmuckstück von einem Tegra 3 Quad-Core-Prozessor, der mit einer Taktung von 1,6 Gigahertz auftritt. In Kombination mit dem einen Gigabyte Arbeitsspeicher wird hier ein wahres Rechenmonster für den mobilen Gebrauch geboten. Der festinstallierte Flash-Speicher bietet immerhin 64 Gigabyte für allerlei Daten und wem das nicht reicht, der kann, wie bereits erwähnt, bis zu zwei micro-SD-Karten verbauen.

Der leistungsstarke Bildschirm gibt Full-HD-Videos in hervorragender Optik wieder, so dass man bei diesem Tablet ohne zu übertreiben, von mobilem Filmgenuss reden kann. Die Aussage stimmt umso mehr, bezieht man die hochwertigen Sonic Master Lautsprecher in die Wertung mit ein. Ein sauberer Klang sorgt für angenehmen Genuss. Nutzt man das Produkt ohne Tastatur muss man jedoch bereits nach vier Stunden die nächste Steckdose aufsuchen.

Technische Daten (Auszug)

Prozessor Tegra 2 Quad-Core-Prozessor; 1,6 GHz pro Kern
Arbeitsspeicher 1GB DDR3 RAM
Speicher 64 GB; um bis zu 64 GB erweiterbar (mit Keyboard)
Display 10,1 Zoll Touchscreen – Auflösung 1.920 x 1.200 Pixel
Digitalkamera 8 MP Rückkamera mit LED-Blitz; Webcam
Datenübertragung WiFi 802.11 b/g/n; USB 3.0; GPS
Gewicht 585 Gramm
Akkulaufzeit ca. 4 Stunden bei gemischter Nutzung (mit Keyboard etwa 13 Stunden)
Betriebssystem Androide 4.0.3 Ice Cream Sandwich
Fazit

Der Hersteller liefert ein leistungsstarkes Gerät, welches seinen Werbeversprechen gerecht wird. Der etwas schwachbrüstige Akku schmälert das Vergnügen zwar etwas. Dennoch kann man von einer Revolution sprechen, die neue Maßstäbe in der Tablet-Entwicklung setzt. Nebenbei sei erwähnt, dass Asus ihr neues Schmuckstück mit einer Vielzahl vorinstallierter Apps ausliefert, von denen die meisten sogar einen praktischen Nutzen haben.

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