Mit dem Tablet die hauseigene Waschmaschine bedienen

Kaum finden sich Smartphones samt ihren Apps in nahezu jeder Hand, werden auch einige unnütze Softwareentwicklungen veröffentlicht. So haben moderne Waschmaschinen nicht nur die Möglichkeit offen manuell von Hand bedient zu werden, sondern auch aus der Ferne mit dem Smartphone oder Tablet. Die Verbindung zur Waschmaschine einmal eingerichtet, lässt sich so eine Restzeit ablesen, Programme starten und Timer programmieren. Ob es das ist, was sich Steve Jobs mit der Einführung des iPads gedacht hat, bleibt eine offene Frage.

Kurzum haben wir zwei Applikationen für in Deutschland hergestellte Waschmaschinen testen dürfen und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir noch nicht auf der faulen Haut liegen. Das Handwerk beim Wäschewaschen, dem Trocknen oder dem eventuellen Aufhängen auf dem Wäscheständer, wird auch eine App nicht abnehmen können. Sie können das schnellste Tablet mit dem hochauflösendsten Display Ihr Eigen nennen, trotzdem wird es Ihnen die Arbeit nicht abnehmen können.

Ein Management der Maschine, wie es hier die App vorschlägt ist nicht im selben Umfang ermöglicht, wie es der Handbetrieb erlaubt. Somit ist nichteinmal die Verlagerung dieser Prozedur vollends gelungen. Wir müssen hier harte Kritik an den Herstellern üben, die sich überhaupt an den Applikationen versuchen, nur um ein oder zwei neue Kunden gewinnen zu können. Dem stabilen Rest der Kundschaft wird eine weitere Fehlerquelle eingebaut, die Geld kostet. Nicht nur Geld in der Anschaffung, sondern auch in der Forschung, welche widerum am Käufer hängen bleibt. Liebe Hersteller von Waschmaschinen, Trocknern und Co. bitte nicht.

Wir haben die Apps für Tablets rumgereicht und gebeten unsere Verwandschaft und Freunde damit umzugehen. Letztlich haben wir jedes Tablet samt installierter Software schneller zurückbekommen als uns lieb gewesen wäre. Schließlich wurden wir von den Entwicklern aufgefordert bis ins Detail zu testen. Unsere Resonanz könnt ihr hier bis ins kleinste Lesen. Es gibt keine Details, die positiv wären, oder selbst negativ auffallen, da das ganze Produkt keinen Wert hat. Wenigstens heute.

Sollte uns eines Tages gelingen künstliche Intelligenz in die Waschmaschine zu bringen, dann bedarf es auch keiner App, sondern nur einer Luke, welche den Weg zur Waschtrommel ebnet.

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