Odys Next Test

Odys ist unter Schnäppchenjägern im Elektroniksektor ein bekannter Name. Das Unternehmen bietet unter anderem Mp3-Player, Kopfhörer und Kameras für niedrige Preise an. Seit einiger Zeit sind Produkte von Odys auch im Tablet-Sektor vorzufinden. Darunter das Odys Next, bei dem sich der aufmerksame Käufer fragen wird, ob der wirklich erstaunlich niedrige Preis von unter 120 Euro, durch qualitativen Mangel realisiert wurde. Diese und weitere Frage beantworten wir in unserem Tablet Test zu dem Gerät.

Gestaltung und Ausstattung

Beim Auspacken wurde deutlich, dass zumindest beim Design nicht gespart wurde. Das Odys Next besitzt ein hochwertiges, edles Äußeres. Eine saubere Verarbeitung spricht für hohe Qualität und die mit einem Magnetverschluss ausgestattete Verpackung versprüht einen besonderen Charme. Im Test zeigte sich, dass diese Merkmale nicht nur rein optischer Natur sind. Auch in der Haptik wirken sich die Auswahl des Materials und die entsprechende Verarbeitung stark positiv aus. Mit einer Bildschirmdiagonale von sieben Zoll gehört das Odys Next zu den kleineren Tablets. Grundsätzlich haben diese ihre eigenen Liebhaber und mindestens genauso viele Gegner. Doch nichtsdestotrotz handelt es sich bei dem 336 Gramm schweren Gerät um ein modernes, ansprechendes Tablet.

Dem Gerät beiliegend ist ein USB-Adapterkabel, mit welchem die volle Funktionsvielfalt ausgekostet werden kann. Mit einem USB-2.0-Host können Tastatur, Maus und zahlreiches, anderes, hilfreiches Zubehör angeschlossen werden. Ein kleiner Makel ist jedoch, dass über diesen USB-Port mit Verbindung zum Computer der Akku nicht geladen werden kann. Dies erfolgt ausschließlich mit dem dazugehörigen Netzteil. Dadurch wird natürlich auch die Mobilität des handlichen Tablets eingeschränkt. Ein weiterer Makel auf der technischen Ebene ist, dass auf Bluetooth verzichtet wurde. Ansonsten solide ausgestattet, ist es unter anderem möglich den bereits integrierten Speicher mit einer micro-SD-Karte um bis zu 32 Gigabyte zu erhöhen. Überzeugend sticht wieder das 4:3-Bildschirmformat sowie die Auflösung von 800 x 600 Pixel heraus. Damit bietet der günstige Tablet-PC zwar keine Hochleistungsoptik mit Full-HD-Bild. Im Praxistest überzeugt es dennoch, weil die Darstellung für das kleine Display komplett ausreicht. Auch sonst konnten wir uns nicht über den Touchscreen beschweren. Er reagiert schnell, unterstützt Multitouch und bietet eine sehr hohe Blickwinkelstabilität.

Interieur und Betrieb

Auch beim Innenleben verhält sich Odys nach bekanntem Muster. So findet sich zwar nicht die modernste Technik doch aber aktuelle und leistungsstarke. Darunter ein Gigabyte Arbeitsspeicher sowie ein 1,2-Gigahertz-Cortex-A8-Prozessor, mit dessen Hilfe flüssige Performance erreicht wird. Beide Prozessorkerne lassen die meisten Apps flüssig laufen, problematisch wird es allerdings wenn im Hintergrund zu viel gleichzeitig an der Leistung zieht. Speicherplatztechnisch wird man vermutlich sehr früh eine Zusatzinvestition machen um mit einer micro-SD-Karte nachzurüsten, denn intern finden sich lediglich 8 Gigabyte Festplattenspeicher. Bei dem geringen Preis sollte man sich jedoch davor hüten dass als negativen Punkt auszulegen, die meisten Konkurrenzprodukte sind mit nicht einmal der Hälfte davon versehen.

Modern und zeitgemäß ist neben Design und Hardware auch das Betriebssystem. Mit Android 4.0.3 Ice Cream Sandwich gibt es auch hier keinen Anlass für Beschwerde. Um Fotos zu machen werden Nutzer jedoch auf andere Endgeräte zurückgreifen müssen, denn das Odys Next besitzt lediglich eine Frontkamera, die mit einer Auflösung von 1,3 Megapixel zwar hervorragend für Videochats geeignet ist, die Aufnahme von Fotos ist damit jedoch alles andere als empfehlenswert.

Ein Makel findet sich noch bei den Lautsprechern. Die bieten zwar einen durchaus akzeptablen Klang, allerdings ist er meist viel zu leise. Für den Genuss von Musik und Film, die in den entsprechend gängigen Formaten übrigens problemlos wiedergegeben werden, empfiehlt es sich den Klang via Kopfhörer zu genießen. Mit eingeschaltetem WLAN konnten wir in unserem Test das Gerät volle sieben Stunden auskosten. Wer das Internetmodul deaktivert wird dort sicherlich auch noch einigen Spielraum haben.

Technische Daten (Auszug)

Prozessor Cortex A8-Prozessor; 1,2 GHz
Arbeitsspeicher 1GB DDR3 RAM
Speicher 8 GB; um 32 GB erweiterbar
Display 7 Zoll Touchscreen – Auflösung 800 x 600 Pixel
Digitalkamera 1,3 MP Webcam
Datenübertragung WiFi 802.11 b/g/n; USB 2.0;
Gewicht 336 Gramm
Akkulaufzeit ca. 7 Stunden
Betriebssystem Androide 4.0.3 Ice Cream Sandwich
Fazit

Odys bleibt seinem Ruf treu und bietet zu einem sehr günstigen Preis ein solides und ausgewogenes Tablet an. Für bescheidene Nutzer bietet dieses Gerät ausreichend Funktionen und dank Android 4 können auch aktuelle Apps und Programme genutzt werden. Designtechnisch handelt sich zwar nicht um ein hochwertiges Markengerät, doch die Verarbeitung ist top, das Produkt funktioniert auch noch nach längerer Nutzungszeit und bietet ein wirklich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

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