Samsung Galaxy Tab 10.1 Test

Beim Galaxy Tab 10.1 von Samsung handelt es sich um ein Gerät welches eindeutige Makel in der ersten Verkaufsversion hatte, die aber partiell im Nachhinein durch Updates bereinigt wurden, wodurch es letztendlich trotzdem zu den empfehlenswerten Tablet-PCs zählt. Obwohl es mittlerweile auch Nachfolgemodelle auf dem Hause Samsung gibt, bietet das Samsung Galaxy Tab 10.1 immer noch eine vernünftige Mischung aus Preis und Leistung und steht somit noch vollkommen zurecht auf unserer Tablet PC Bestenliste.

Gestaltung und Ausstattung

Positiv fällt zunächst das sehr schlanke Design auf, mit einem Gewicht von 575 Gramm liegt das Gerät im unteren Bereich, bei vergleichbaren 10-Zoll-Tablets. Entworfen wurde dieses Modell als Konkurrenz für das iPad 2 aus den Werkschmieden Apples. Das hat entsprechend für Rechtsstreitigkeiten gesorgt. Doch davon abgesehen, konnte Samsung ein gutes Produkt entwerfen, welches tatsächlich mit dem genannten Modell von Apple mithalten kann.

Das Tablet von Samsung prunkt mit einem großen 10-Zoll-Display, mit einer Auflösung von 1.280 x 960 Bildpunkten auf. Das Bauteil konnte zwar grundsätzlich positiv mit schneller Reaktion und sofortiger Befehlsumsetzung punkten, doch ein starker Kritikpunkt ist die Spiegelung der Oberfläche, die beim Arbeiten in Außenbereichen äußerst unangenehm auffällt. Dieses Merkmal hat der Hersteller versucht mit entsprechend hoher Helligkeits- und Kontrastregelung auszugleichen, was leider nur bei direkter Draufsicht funktioniert, denn bereits bei einer leichten Abänderung des Blickwinkels, sinkt der Kontrast in den Keller.

Nichtsdestotrotz sollten die positiven Eigenschaften erwähnt werden. Darunter die sehr gute Griffigkeit, die durch eine Vertiefung in der rauen Rückseite ermöglicht wird. Weiterhin besitzt der Tablet-PC zwei Digitalkameras. Zum einen auf der Vorderseite mit geringer Auflösung und weiterhin auf der Rückseite die aus den Samsung-Smartphones bekannte 8-Megapixel-Kamera, welche hervorragende Fotos und sehr gute HD-Videos macht.

Interieur und Betriebsalltag

Das Innenleben von Samsungs Tablet-PC überzeugt leider nur auf dem Papier. Dort klingt der Dual-Core-Prozessor mit 1-Ghz-Takt sehr überzeugend und umso mehr, wenn man erfährt dass diesem ein Gigabyte RAM zur Verfügung gestellt wurde. Doch in der Praxis zeigt sich leider, dass die Leistungsfähigkeit keineswegs ausgekostet wird. In der Anfangszeit hatte das Gerät noch arge Probleme mit einigen Audio- und Video-Formaten, wobei diese stark ruckelnd wiedergegeben wurden, dank einem Softwareupdate, konnte das jedoch behoben werden. Doch noch immer hat das Produkt bei einigen Dateiformaten eine ungewöhnlich hohe Verarbeitungszeit. So brauch es im Tablet Test beispielsweise immerhin 13 Sekunden bis eine PDF-Datei geöffnet wurde, was bei einer Datenübertragung von nur 2,89 Megabyte pro Sekunde auch nicht verwunderlich ist. Doch stellt sich an diesen Stellen die Frage wo die Leistung der verbauten Hardware hin ist.

Ebenfalls etwas enttäuschend ist der Datenspeicher von nur 16 Gigabyte. Dieser bietet zwar Platz für eine Vielzahl an Dateien und Apps, doch ist dieser voll, dann muss zunächst etwas gelöscht werden, denn dank mangelndem Kartenleser ist es nicht möglich den Speicher zu erweitern. Sehr ernüchternd ist auch, dass der USB-Port nicht darauf ausgerichtet ist externe Speicher wahrzunehmen. Ergo ist auch die Speicherauslagerung auf einen USB-Stick oder eine externe Festplatte nicht möglich. Ebenfalls vergessen können Nutzer die Verbindung mit ihrer Digitalkamera oder Mp3-Player, jegliche Verwaltung dieser Geräte muss weiterhin über den heimischen PC ablaufen. Wo Samsung jedoch punkten kann ist die Integration diverser kabelloser Schnittstellen. Darunter WLAN, UMTS, Bluetooth und GPS.

Betriebssystem und Akku

Vorinstalliert hat Samsung das Android-Betriebssystem 3 und ein Update auf die inzwischen aktuelle Version 4 ist auch nicht möglich, dafür müssen Interessenten sich das Nachfolger-Modell Galaxy Tab 2 10.1 zulegen. Enttäuschend fällt die gesamte Akkukonstruktion auf. Das verbaute Gerät hält bei der Videoschau nur 4 Stunden und 45 Minuten, beim Surfen im Internet erhöht sich die Laufzeit nur minimal auf rund 5 Stunden. Übertrumpft wird diese Zeit letztendlich durch die Ladezeit, was allerdings keineswegs positiv ist, denn satte 6 Stunden mussten wir im Test warten, bis das Gerät wieder einsatzbereit war. Das ist wohl dem schwachbrüstigen Netzteil zuzuschreiben, welches lediglich eine 10-Watt-Leistung aufbringt.

Technische Daten (Auszug)

Prozessor Dual-Core-Prozessor 1,2 GHz
Arbeitsspeicher 1GB RAM
Speicher 16 GB interner Speicher, erweiterbar auf bis zu 32 GB
Display 10,1 Zoll
Digitalkamera 3,2 Megapixel
Datenübertragung HSPA+ und WLAN n-Standard
Gewicht 345 Gramm
Akkulaufzeit ca. 6,5 Stunden
Betriebssystem Android 3.2

Fazit

Der Bericht zeigt, der Test dieses Modells war eine einzige Berg-und-Tal-Fahrt. Auf ein positives, beeindruckendes Merkmal folgte ein negatives, das zog sich durch nahezu jeden Bereich. Dennoch können wir im Nachhinein ein positives Resümee verkünden. Das Gerät besitzt seine Schwächen, die teilweise auch kräftiger hervortreten als bei der Konkurrenz, doch ebenso beeindruckend und hervorstechend sind die Stärken.

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